Strom-News 05.05.2011

05. Mai 2011

Bei vorzeitigem Atomausstieg verlieren Konzerne 75 Milliarden

Hamburg – Im Falle eines vorzeitigen Atomausstieges würden den Energiekonzernen RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall enorme Gewinne verloren gehen. Dies zeigen Berechnungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Bei dem von Greenpeace geforderten Ausstieg aus der Atomkraft bis 2015 würden die Konzerne rund 75 Milliarden Euro gegenüber der beschlossenen Laufzeitverlängerung verlieren. Bei einer Abschaltung im Jahr 2020 wären es etwa 60 Milliarden Euro. Greenpeace fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, ein Energiekonzept mit klar definierten Abschaltdaten für alle Atomanlagen in Deutschland vorzulegen und sich vom System der Strommengenberechnung zu verabschieden.

“Greenpeace warnt davor, der aktuellen Ausstiegs-Euphorie ohne wenn und aber zu trauen. Die Manager und Lobbyisten der Atomkonzerne werden um jedes Jahr Laufzeit für ihre gefährlichen aber profitablen Uralt-Meiler kämpfen”, sagt Tobias Riedl, Atomexperte von Greenpeace. “Angela Merkel darf jetzt nicht noch einmal vor den Energie-Konzernen in die Knie gehen.”

Im Falle eines endgültigen Abschaltens der sieben ältesten Reaktoren und des Pannenmeilers Krümmel würden den Konzernen 25 Milliarden Euro entgehen. Für die restlichen neun Atomkraftwerken beliefe sich der ausbleibende Gewinn bei einem Ausstieg bis 2015 auf etwa 50 Milliarden Euro. Greenpeace schätzt, dass ein Atomkraftwerk etwa eine Million Euro Gewinn pro Tag erzielt. Laut einer Studie des Öko-Instituts von 2009 könnte diese Summe noch höher ausfallen. Anlässlich der im vergangenen Jahr beschlossenen Laufzeitverlängerung haben alle Reaktoren Strommengen zugeschrieben bekommen. Die sieben ältesten Meiler erhielten Strommengen für umgerechnet acht Jahre, die restlichen Reaktoren für 14 Jahre.

Durch das System der Strommengen konnten die Energieunternehmen Uralt-Meiler, wie zum Beispiel Neckarwestheim 1, vor dem Abschalten sichern. Der Reaktor wurde monatelang mit minimaler Leistung gefahren, um nicht dem rot-grünen Atomausstieg zum Opfer zu fallen. “Wir brauchen klare und gesetzlich festgeschriebene Abschaltdaten für die Atommeiler. Nur so wird es Planungssicherheit für die Energiebranche und die deutsche Wirtschaft geben. Darüber hinaus erhöht sich die gesellschaftliche Akzeptanz für eine mögliche Energiewende”, sagt Riedl.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Greenpeace zeigt, dass die vier großen Energieunternehmen in den letzten Jahren kaum in Erneuerbare Energien investiert haben. Deren Anteil an nachhaltig erzeugtem Strom beträgt gerade einmal 0,5 Prozent. Gleichzeitig haben die Konzerne in den letzten Jahren aber Ihre Gewinne drastisch gesteigert. Innerhalb des Zeitraums von 2002 und 2009 haben die Stromkonzerne ihre Gewinne vervierfacht.

 Quelle und weitere Informationen: Verivox

Strom-News 03.05.2011

03. Mai 2011

Studie: Interesse am Thema Klimaschutz ist gesunken

Ab dem 11. März nahm die mediale Berichterstattung zum Thema Energiesparen zwar sprunghaft zu und erreichte einen der höchsten Werte im gemessenen Zeitraum 2008 bis 2011. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Medien im ersten Quartal jedoch nur wenig über Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen berichtet.

Malte Friedrich, Projektleiter des Klima-Barometers, rechnet für die kommenden Monate mit einem Anstieg des Indexes: “Die Folgen des Atomunfalls werden wahrscheinlich die Debatte über Energieerzeugung und Klimaschutz noch das ganze weitere Jahr maßgeblich beeinflussen.”

Die aktuelle öffentliche Diskussion beschränkt sich jedoch weitestgehend auf Fragen der Stromproduktion. Die effiziente Nutzung von Heizenergie, beispielsweise durch Effizienzmaßnahmen bei der Gebäudesanierung, wird nur am Rande thematisiert. Gerade in diesem Bereich liegen jedoch enorme Potenziale für den Klimaschutz, immerhin macht der Heizenergieverbrauch 80 Prozent des Energieverbrauchs eines Privathaushaltes aus. Daher war die Nutzung von Angeboten zur  Beratung, Finanzierung und Ausführung von energetischen Modernisierungsmaßnahmen Gegenstand der monatlichen Online-Umfragen, die co2online im Rahmen des Klima-Barometers durchführt.

Die Ergebnisse zeigen: Die große Mehrheit der Verbraucher (67 Prozent) ist bereit, Angebote für Förderkredite oder -zuschüsse zu nutzen, der fachliche Rat eines Energieberaters zur Vorbereitung der Modernisierung wird jedoch noch wenig in Anspruch genommen. Die Möglichkeit einer Energieberatung ist der Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer (57 Prozent) zwar bekannt, nur 22 Prozent haben sie aber auch bereits genutzt. Bei der Ausführung von Modernisierungsmaßnahmen setzen die Befragten auf fachliche Kompetenz. Gefragt nach dem wichtigsten Faktor für die Wahl des Handwerkers geben 67 Prozent dieses Kriterium an, die Kosten spielen dagegen mit nur 17 Prozent eine untergeordnete Rolle.

Berlin – Im ersten Quartal des Jahres 2011 hat das öffentliche Interesse am Thema Klimaschutz gegenüber dem vierten Quartal 2010 wieder abgenommen. Der Indexwert des Klima-Barometers, das die gemeinnützige co2online GmbH vierteljährlich veröffentlicht, sank von 77 auf 66 Punkte. Die öffentliche Atom- und Energiedebatte, die sich im Anschluss an den katastrophalen Unfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima entwickelte, beeinflusste den Index bisher nur marginal.

Ab dem 11. März nahm die mediale Berichterstattung zum Thema Energiesparen zwar sprunghaft zu und erreichte einen der höchsten Werte im gemessenen Zeitraum 2008 bis 2011. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Medien im ersten Quartal jedoch nur wenig über Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen berichtet.

Malte Friedrich, Projektleiter des Klima-Barometers, rechnet für die kommenden Monate mit einem Anstieg des Indexes: “Die Folgen des Atomunfalls werden wahrscheinlich die Debatte über Energieerzeugung und Klimaschutz noch das ganze weitere Jahr maßgeblich beeinflussen.”

Die aktuelle öffentliche Diskussion beschränkt sich jedoch weitestgehend auf Fragen der Stromproduktion. Die effiziente Nutzung von Heizenergie, beispielsweise durch Effizienzmaßnahmen bei der Gebäudesanierung, wird nur am Rande thematisiert. Gerade in diesem Bereich liegen jedoch enorme Potenziale für den Klimaschutz, immerhin macht der Heizenergieverbrauch 80 Prozent des Energieverbrauchs eines Privathaushaltes aus. Daher war die Nutzung von Angeboten zur  Beratung, Finanzierung und Ausführung von energetischen Modernisierungsmaßnahmen Gegenstand der monatlichen Online-Umfragen, die co2online im Rahmen des Klima-Barometers durchführt.

Die Ergebnisse zeigen: Die große Mehrheit der Verbraucher (67 Prozent) ist bereit, Angebote für Förderkredite oder -zuschüsse zu nutzen, der fachliche Rat eines Energieberaters zur Vorbereitung der Modernisierung wird jedoch noch wenig in Anspruch genommen. Die Möglichkeit einer Energieberatung ist der Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer (57 Prozent) zwar bekannt, nur 22 Prozent haben sie aber auch bereits genutzt. Bei der Ausführung von Modernisierungsmaßnahmen setzen die Befragten auf fachliche Kompetenz. Gefragt nach dem wichtigsten Faktor für die Wahl des Handwerkers geben 67 Prozent dieses Kriterium an, die Kosten spielen dagegen mit nur 17 Prozent eine untergeordnete Rolle.

Quelle:
Verivox

Strom-News 02.05.2011

02. Mai 2011

Recycling von Kühlschränken teils mangelhaft

Berlin – Recherchen und Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) zufolge unterlaufen mehrere marktbeherrschende Kühlgerätehersteller seit Jahren die Recyclingstandards zur ordnungsgemäßen Rückgewinnung und Vernichtung von extrem treibhauswirksamen Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) aus Altkühlgeräten.

Die Entlastung der Atmosphäre, die allein durch die Einhaltung des Standes der Technik erreicht werden könnte, entspricht jährlich mehreren Millionen Tonnen CO2. FCKW sind außerdem hauptverantwortlich für die Zerstörung der Ozonschicht in der Atmosphäre.

“Klimaschutz ist eine Jahrhundertherausforderung und das Ozonloch über der Arktis in diesem Jahr größer denn je. Wir halten es für einen Skandal, dass die Kühlgerätehersteller es dessen ungeachtet zulassen, dass FCKW aus ausrangierten Kühlschränken und Kühltruhen nicht nach dem Stand der Technik zurückgewonnen und umweltgerecht vernichtet werden, wie dies beispielsweise in Österreich, Luxemburg, der Schweiz und den skandinavischen Staaten praktiziert wird”, kritisiert DUH-Bun¬desgeschäftsführer Jürgen Resch. Mit ihrer Verweigerung einer Entsorgung nach dem in anderen EU-Mitgliedstaaten seit Jahren erreichten Stand der Technik seien die Unternehmen Bosch Siemens Haushaltsgeräte, Electrolux, Miele, Bauknecht, Liebherr und andere Kühlgerätehersteller jedes Jahr für vermeidbare Klimagasemissionen in Höhe von fast sechs Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten allein in Deutschland verantwortlich. Diese Emissionen tauchten noch dazu in keiner Treibhausgas-Bilanz auf.

Zwar sind FCKW als Kälte- und Isoliermittel in Kühlgeräten bereits seit den 1990iger Jahren verboten. Doch enthalten derzeit noch mehr als drei von vier der ausrangierten Haushaltskühlgeräte FCKW. Diese Gase sind bis über 10.000 Mal klimaschädlicher als CO2. Das Klimapotenzial eines einzigen FCKW-haltigen Kühlgerätes entspricht deshalb im Durchschnitt rund 2,8 Tonnen CO2-Äquivalenten, was sich bei jährlich drei Millionen FCKW-haltigen Haushaltskühlgeräten in Deutschland auf eine Atmosphärenbelastung von 8,4 Millionen Tonnen CO2 summiert.

Um das Klima und die Ozonschicht schädigende FCKW-Emissionen aus alten Kühlgeräten zu vermeiden, schreiben einschlägige Standards eine Rückgewinnung von mindestens 90 Prozent der FCKW vor. Die 90 Prozent-Erfassung und anschließende Entsorgung ist in Europa Stand der Technik, er wird in Deutschland jedoch nicht annähernd erreicht. Laut Berechnungen der DUH auf Basis von Informationen der Landesumweltministerien und statistischen Landesämter über die jährliche Menge der zurückgewonnenen FCKW-Kühlmittel wurden in den vergangenen Jahren in deutschen Kühlgeräterecyclinganlagen nur durchschnittlich 40 bis 60 Prozent der FCKW zurückgewonnen und ordnungsgemäß entsorgt.

Die DUH hat mit Informationsbegehren bei den Umweltministerien der Länder im vergangenen Jahr erneut versucht, Daten zur Anzahl behandelter Haushaltkühlgeräte und zu den Mengen der daraus entnommenen FCKW zu erheben. Der Befund war ernüchternd. Denn nachdem noch 2009 alle sechzehn Bundesländer die Daten geliefert hatten, auf deren Basis die DUH errechnen konnte, dass zu wenig des in den Altgeräten enthaltenen FCKW tatsächlich vernichtet worden war, erklärten zwei Drittel der Bundesländer bei der Wiederholung der Befragung im Jahr 2010 überraschend, diese Umweltdaten nicht mehr zu besitzen. Nur noch fünf Länderministerien (Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen) erheben danach die Daten, die für die Kontrolle eines ordnungsgemäßen Recyclings unabdingbar sind (wobei Bremen und Hamburg auf ihrem Territorium über keine Kühlgeräte-Recyclinganlagen verfügen). Mehrere Bundesländer wollten nur die Anzahl der Recyclinganlagen benennen; andere wiederum nur, wie viel FCKW zurückgewonnen wurde, aber nicht aus wie vielen Kühlgeräten.

Im Rahmen ihrer gesetzlich geregelten Produktverantwortung sind Kühlgerätehersteller für die ordnungsgemäße Entsorgung ausgemusterter Produkte aus ihrer Herstellung verantwortlich. In Österreich und Luxemburg, wo die Entsorgung von mehr als 90 Prozent der FCKW aus ausrangierten Kühlgeräten nachgewiesen wird, bringen die Hersteller (nach Abzügen von Rohstofferlösen) pro entsorgtem Gerät rund sechs Euro auf. In Deutschland sind die Kühlgerätehersteller nicht bereit, sich den Dienst an der Umwelt mehr als ein bis zwei Euro pro Gerät kosten zu lassen. “Das Billigrecycling in Deutschland ist eine unmittelbare Konsequenz aus der Weigerung der Hersteller, eine ordnungsgemäße Entsorgung zu finanzieren. Im Ergebnis sparen sie auf Kosten der Umwelt jährlich 16-20 Millionen Euro”, rechnet Resch vor.

Auf Basis der Auskünfte der Länderumweltministerien ergibt sich nach den DUH-Recherchen in den vergangenen Jahren eine vermeidbare Belastung der Atmosphäre von 5,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Die Geschäftsführer und Unternehmensleiter der Hersteller sind nach Überzeugung der DUH persönlich verantwortlich für das, was in ihren Unternehmen beziehungsweise in der Verantwortlichkeit ihrer Unternehmen geschieht – und damit auch für die vermeidbaren FCKW-Emissionen.

Quelle:
Verivox

Strom-News 29.04.2011

04. April 2011

Ethikkomission berät zu Atomkraft

Berlin – Die von der Regierung eingesetzte 17-köpfige Ethikkommission berät heute in Berlin in öffentlicher Sitzung über einen beschleunigten Atomausstieg. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßt, dass die Ethikkommission sich damit für ein transparentes Verfahren entschieden hat. “Wir brauchen einen nationalen Konsens darüber, wie das Energiesystem der Zukunft für Deutschland aussehen soll. Eine öffentliche Debatte der Kommission schafft Transparenz und Vertrauen und nimmt die Bürger in diesem Prozess mit”, erklärt VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. Wichtig sei auch, dass die Kommission mit allen wichtigen Akteuren berät und die Stadtwerke mit am Tisch sitzen.

“Ich hoffe, dass die Ethikkommission so etwas wie allgemeine Leitpunkte und Leitplanken für ein Energiekonzept relativ kurzfristig entwickeln kann”, so Reck weiter. Dabei fordert er: “Wir müssen jetzt gemeinsam den Umbau unseres Energiesystems zu einer zukunftsorientierten Energieversorgung voranbringen, ohne die Fehler des vergangenen Jahres zu wiederholen. Wichtige Eckpunkte eines solchen Umbaus wie die Modernisierung der Verteilnetze und der Umbau der Stromerzeugung mit hoch effizienten Gaskraftwerken, Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbaren Energien müssen jetzt dringend thematisiert werden.”

Die Stadtwerke stehen mit milliardenschweren Investitionen bereit, um einen wichtigen Teil zum beschleunigten Umbau der Energieerzeugung in Deutschland zu leisten, wenn die wirtschafts- und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen nun richtig definiert werden. “Mit einem breit angelegten Umbau ist auch die Sicherung des Industriestandortes Deutschland machbar”, so Reck.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 240.000 Beschäftigten wurden 2008 Umsatzerlöse von rund 92 Milliarden Euro erwirtschaftet und etwa 8,8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der Strom-, 51,4 Prozent in der Erdgas-, 77,5 Prozent in der Trinkwasser-, 53,6 Prozent in der Wärmeversorgung und 11,8 Prozent in der Abwasserentsorgung.

Quelle und weitere Informationen:
Verivox

Strom zum Selbermachen

05. November 2010

Strom zum Selbermachen: Yello Solar auf dem Dach

Yello bietet ab sofort Strom zum Selbermachen an – mit dem Photovoltaik-Produkt Yello Solar. Das besondere Plus daran: der intelligente Yello Stromzähler. Mit dem Yello Sparzähler online kann der Kunde jederzeit online verfolgen, wie viel Strom er gerade selbst produziert und wie viel er aktuell verbraucht.
Auf den ersten Blick sieht er, ob er gerade “Stromgeld” verdient, indem er seinen selbst gemachten Strom im eigenen Haushalt direkt nutzt oder die Kilowattstunden ins Netz einspeist. Der Kunde weiß auch immer, wie viel Strom er noch beziehen muss – etwa nachts oder an grauen Wintertagen. So können Hausbesitzer ihren Stromverbrauch intelligent, effizient selbst steuern – und dazu noch etwas für die Umwelt tun.

Yello ist mit dem Vertrieb des Solarprodukts in Pilotgebieten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen gestartet. Yello Geschäftsführer Uli Huener: “Wir machen es Hausbesitzern jetzt denkbar einfach, Strom selber zu machen – das ist gut für die Umwelt, gut für die Energiebilanz und gut fürs Portemonnaie.”

Wird der selbst gemachte Strom direkt im eigenen Haus genutzt, lohnt sich das für den Kunden besonders: Er spart nicht nur die Kosten für die Belieferung der entsprechenden Strommenge, sondern erhält zusätzlich eine staatliche Förderung für jede Kilowattstunde Eigenverbrauch.

Produziert er mehr Strom als er selbst verbraucht, wird dieser Strom ins Netz eingespeist und zu einem anderen Fördersatz vom Staat bezuschusst. Und wenn die Sonne mal nicht scheint, fließt der gelbe Strom von Yello zum günstigen “Mondscheintarif”. Die einmaligen Kosten für den Einbau von Yello Solar sind abhängig von der Größe der jeweiligen Anlage.

 Quelle: Verivox

Strom-News 24.06.2010

24. Juni 2010

BUND: Maßnahmenpaket für mehr Stromeffizienz

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat der Bundesregierung vorgeworfen, in den von ihr beauftragten Szenarien für ein energiepolitisches Gesamtkonzept keine Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz vorzusehen. Es gehe ihr vor allem darum, politisch gewollte Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke zu legitimieren. Ab wann erneuerbare Energien die Atomkraftwerke ablösen könnten, werde ebenfalls nicht untersucht.

Der ambitionierte Ausbau der regenerativen Stromerzeugung und das entschiedene Fördern der Stromeffizienz könnten bis spätestens 2020 sämtliche Atomkraftwerke in Deutschland ersetzen. Allein mit Energieeffizienzmaßnahmen ließen sich sechs Atommeiler überflüssig machen. Der Ruf nach Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke blockiere hingegen eine verbraucher- und klimafreundliche Stromversorgung.

“Neue Kohlekraftwerke, längere Laufzeiten für die deutschen Atommeiler und ein steigender Stromverbrauch sind wesentliche Hindernisse beim Aufbau einer zukunftsfähigen Stromversorgung”, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. “In dem von der Bundesregierung für den Herbst angekündigten Energiekonzept droht ein entscheidender Faktor völlig vernachlässigt zu werden – die Steigerung der Energieeffizienz.

Der Atomausstieg kann schneller als gedacht vollzogen werden, wenn das riesige Sparpotential effizienter Technologien mobilisiert wird. Bestandteil eines nationalen Energiekonzeptes muss ein gesetzliches Einsparziel beim Primärenergieverbrauch von mindestens zwei Prozent pro Jahr sein”, sagte Weiger. Er forderte Bundesumweltminister Röttgen auf, ein Energiekonzept ohne jede Laufzeitverlängerung und mit ambitionierten Energieeinsparzielen durchrechnen zu lassen.

Der BUND veröffentlichte dazu ein mit Unterstützung des Heidelberger ifeu-Instituts für Energie- und Umweltforschung erarbeitetes Maßnahmenpaket für mehr Stromeffizienz. Die mit Effizienzmaßnahmen bis 2020 erreichbare Reduzierung des Stromverbrauchs in Deutschland entspreche der Jahresproduktion von mindestens sechs Atomkraftwerken, rechnete Martin Pehnt vom ifeu-Institut vor.

Kern des Energiekonzeptes der Bundesregierung müsse deshalb die Einrichtung eines Stromsparfonds mit einem jährlichen Finanzvolumen von mindestens 300 Millionen Euro sein. Speisen lasse sich der Fonds mit den Einnahmen aus dem CO2-Zertifikate-Handel und mit der Erhebung eines “Effizienz-Zehntel-Cents” auf jede Kilowattstunde Strom. Als Vorbild sollten hier Dänemark und Großbritannien dienen, die bereits ähnliche Fonds aufgelegt hätten.

Martin Pehnt vom ifeu-Institut: “Die Mittel des Stromsparfonds müssen vor allem für Energieberatungen einkommensschwacher Haushalte, zum Austausch Strom fressender Elektrogeräte und zur energetischen Optimierung technischer Systeme wie Klima-, Lüftungs- und Druckluftanlagen eingesetzt werden. Dringend erforderlich ist außerdem ein “Top-Runner-Programm”, das zur Durchdringung des Marktes mit besonders sparsamen Elektrogeräten führt.”

Der BUND forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, ihren Worten, Deutschland in Sachen Energieeffizienz “zum Weltmeister” machen zu wollen, endlich Taten folgen zu lassen. Mit dem Scheitern des Energieeffizienzgesetzes habe sich die Bundesregierung leider ins europäische Abseits manövriert.

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: “Die Bundesregierung muss beim Energiesparen aus dem Abseits heraus. Besonders peinlich ist es, dass die Bundesregierung das nutzlose Energiedienstleistungsgesetz nur deshalb beschlossen hat, weil die EU mit Strafe drohte. Energieeffizienz ist der Kern eines zukunftsfähigen Energiekonzeptes. Alles andere nützt nur den großen Stromkonzernen, die möglichst viel Strom verkaufen wollen und mehr Klimaschutz dabei als störend ansehen.”

Quelle: Verivox

Strom-News 23.06.2010

23. Juni 2010

Sicherheitslücken bei intelligenten Energienetzen schließen

Sechs von zehn Energieversorgern befürchten, dass Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes den Ausbau eines intelligenten Energienetzes (Smart Grid) bremsen werden. Denn die permanente digitale Auslesung von intelligenten Stromzählern wird eine Flut von Daten produzieren. Die Versorger wollen daher handeln: 54 Prozent planen bis 2012 Investitionen in die Datensicherheit und Betrugsprävention. Das ist das Ergebnis der Studie „Branchenkompass 2010 Energieversorger“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Die Sorge vor Unsicherheiten bei der Datenspeicherung und -übertragung könnte die Fortschritte beim Aufbau eines intelligenten Netzes bremsen und damit auch die ehrgeizigen Klimaziele der Europäischen Union gefährden. Denn mit Hilfe individueller Verbrauchsprofile ist es künftig möglich, sowohl An- und Abwesenheiten als auch die Gewohnheiten der Verbraucher zu rekonstruieren. Persönliche und sachliche Lebensverhältnisse werden offengelegt. Kriminelle haben beispielsweise leichtes Spiel, wenn sie sich in das Datennetz einhacken und anhand des Stromverbrauchs genau erkennen können, zu welchen Zeiten sie sich gefahrlos Zutritt zur Wohnung verschaffen können.

„Die Sensibilität der Verbraucher ist berechtigt“, sagt Norbert Neumann, Senior Executive Manager bei Steria Mummert Consulting. „Grundsätzlich ist es technologisch möglich, entsprechende Sicherheitslösungen zu finden. Diese wurden ja auch in anderen Branchen, beispielsweise im Banken- und Telekommunikationsbereich, längst entwickelt. Es ist wichtig, dass die Versorger bereits jetzt – am Anfang dieser für die Branche neuen Herausforderungen – alle technischen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen, um Sicherheitslücken zu schließen und somit konstruktive Antworten auf die Sorgen der Endverbraucher zu finden.“

So gilt es beispielsweise, sowohl unbefugten Personen innerhalb der Unternehmen als auch Zugriffsversuchen von außen den Zugang zu den Daten zu verwehren. Weil dies – ähnlich wie beim Online-Banking – ein permanenter Prozess ist, reicht es nicht, wenn ausschließlich der Datenschutzbeauftragte darüber wacht. Die Datensicherheit liegt in der Verantwortung des gesamten Unternehmens und die Geschäftsführungen haben Sorge dafür zu tragen, dass die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt werden.

Gleichzeitig müssen die Versorger für Transparenz beim Kunden sorgen. Der Verbraucher hat ein Recht darauf, zu erfahren, wofür die gespeicherten Informationen verwendet werden. Und bei ihm sollte auch die Entscheidungsbefugnis darüber liegen, welche Daten in welchen Zeitabständen sein Heim verlassen – ob beispielsweise lediglich der allgemeine Verbrauch einmal monatlich erfasst wird oder der Versorger beziehungsweise ein anderer Dienstleister alle 15 Minuten sämtliche Daten jedes einzelnen Endgerätes erhält. Dabei gilt allerdings auch: Je mehr Daten für eine Bewertung durch Experten zur Verfügung stehen, desto größer sind die Chancen, Energieverbrauch und -kosten durch neue Tarife und gezielte Beratung für den Endkunden zu verringern.

Quelle: Verivox

Stromkosten senken I

17. März 2010

Stromkosten senken mit Envacom!

Stromkosten senken und dabei das Klima schützen – als unabhängiger Energiedienstleister bietet envacom mit seinen Tarifen umweltschonenden Ökostrom aus 100% regenerativen Energien an. Für alle seine Kunden gewährt envacom im Tarif “energy Natur” eine Preisgarantie bis mindestens 30.06.2010, die zusätzlich durch den Kunden selber, nochmal verlängert werden kann.

Stromkosten senken: Envacom

Strom-News 23.02.2010

23. Februar 2010

Betriebsstromkosten: Mieter zahlen oft zu viel

Nur wenige Mieter kennen die Stromkosten für den Betrieb ihrer Heizanlage, obwohl deutschlandweit 90 Millionen Euro jährlich bei den Betriebsstromkosten eingespart werden könnten. Dies hat die gemeinnützige co2online GmbH bei der Auswertung von mehr als 30.000 Heizkostenabrechnungen ermittelt. Hilfestellung leistet der neue interaktive “BetriebsstromCheck” von co2online und ein begleitendes Themenspezial auf www.heizspiegel.de.

Mit dem Check kann jeder Mieter in einer Minute ermitteln, ob er zuviel für den Betriebsstrom bezahlt. Das individuelle Ergebnis mit Hinweisen für die nächsten Schritte ist so aufbereitet, dass es an den Vermieter oder die Hausverwaltung weitergeleitet werden kann und im Idealfall Optimierungsmaßnahmen an der Heizanlage nach sich zieht.

“Jährlich können 450 Millionen Kilowattstunden Strom und über 290.000 Tonnen CO2 eingespart werden, wenn Vermieter und Hausbesitzer ein paar einfache Eingriffe an ihrer Heizanlage vornehmen lassen und Mieter mehr Transparenz in der Heizkostenabrechnung erhalten”, rechnet Stefanie Jank von co2online und Projektleiterin der vom Bundesumweltministerium geförderten Heizspiegelkampagne vor. Das entspricht ungefähr dem jährlichen Stromverbrauch einer Stadt von der Größe Augsburgs.

Ein Problem bei der Ermittlung optimaler Betriebsstromkosten: mangelnde Transparenz der Heizkostenabrechnung. “Die Betriebsstromkosten sollten als Heiznebenkosten in der Heizkostenabrechnung aufgeführt werden. Nur dann kann der Mieter die Kosten wirklich nachvollziehen und prüfen”, erklärt Jank. Dies geschehe jedoch immer noch nicht flächendeckend, wie co2online bei der Analyse der Heizkostenabrechungen festgestellt hat. Viele Heizkostenabrechnungen seien unvollständig und weisen einzelne Posten wie den “Betriebsstrom” oftmals gar nicht auf. In diesen Fällen helfe nur noch die direkte Nachfrage beim Vermieter, der zur Darlegung der Grundlage seiner Berechnungen verpflichtet sei. Wo der Mieter auf seiner Abrechnung die Betriebsstromkosten finden kann, was er tun sollte, wenn sie nicht aufgeführt werden und viele weitere Informationen rund um das Thema Betriebsstrom können Mieter ab sofort auf www.heizspiegel.de nachlesen.

Quelle: Verivox

Strom-News 11.02.2010

11. Februar 2010

Umfrage: Berliner sind größte Ökostrom-Fans

Berlin – Die Bewohner der Hauptstadt sind Deutschlands größte Befürworter der erneuerbaren Energien. Und in Baden-Württemberg ist der Anteil der Menschen, die die Atomkraft als bevorzugte Energiequelle bezeichnen, am größten. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien ergeben, deren Ergebnisse dem “Tagesspiegel” (Dienstagsausgabe) exklusiv vorliegen. Die Demoskopen hatten von November bis Januar mit 4867 zufällig ausgewählten Personen ab 14 Jahren Telefoninterviews geführt.

86 Prozent der befragten Berliner hätten es demnach am liebsten, wenn der Strom, den sie beziehen, aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Sonne oder Biomasse käme. In den anderen Stadtstaaten Hamburg und Bremen waren es mit 81 Prozent kaum weniger. Der bundesweite Durchschnitt lag bei 78 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern war der Anteil der Erneuerbaren-Fans mit 66 Prozent am geringsten.

In Berlin ist auch der Anteil der Personen, die Erdgas und Kohle als bevorzugte Energiequelle angeben mit fünf beziehungsweise einem Prozent bundesweit am geringsten. Die Brandenburger Nachbarn dagegen stehen den fossilen Energieträgern relativ offen gegenüber: Dort nannten immerhin acht Prozent die Atomkraft als bevorzugte Quelle, so viele wie sonst nur in Baden-Württemberg mit neun Prozent. Auch Kohle hat in der Mark einen relativ guten Stand. Nur die Saarländer stehen diesem Energieträger zur Stromerzeugung noch positiver gegenüber. Immerhin neun Prozent sprechen sich dort für Kohlestrom aus.

In Ostdeutschland ist die Skepsis gegenüber den erneuerbaren Energien generell größer als im Westen. Entsprechend größer ist im Osten auch der Anteil der Menschen, die fordern, dass man weiter in Kohle, Gas und Atomkraft investieren sollte. In Sachsen und Sachsen-Anhalt forderten dies 27 Prozent, im bundesweiten Schnitt 19 Prozent, in Bremen und Berlin nur 14.

Energiepolitisch stellten die Berliner ihren Landes- und Bezirkspolitikern zugleich das schlechteste Zeugnis aus: Nur acht Prozent zeigten sich hier sehr zufrieden oder zufrieden mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien. In Brandenburg, Bremen und Rheinland-Pfalz sind 29 Prozent. Zugleich sagten 32 Prozent der Berliner, sie seien mit der Energiepolitik weniger zufrieden oder sehr unzufrieden. In Brandenburg sagten das nur 13 Prozent der Befragten.

Quelle: Verivox